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 | Stammtisch der Religionen |
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Mehr gemeinsam als erwartet Vor ein paar Tagen fand in der Moschee Fatih Camii in Baar der erste „Stammtisch der Religionen“ statt. In einem ungezwungenen Rahmen kamen Muslime, Christen und Baha’i über ihre Vorschriften, Traditionen und Erfahrungen mit dem Fasten ins Gespräch. An der vom „Forum der Religionen“ (www.religionen-zug.ch) organisierten Runde berichteten Menschen über ihre konkrete Fastenpraxis und darüber, was diese Praxis bei ihnen bewirkt. Im Ramadan fasten Muslime 30 Tage jeweils von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang und essen und trinken auch nichts. Auch Baha’i halten eine solche strenge Fastenzeit, allerdings „nur“ 19 Tage. Die Christliche Fastenzeit, in der individuell auf bestimmte Konsumgüter (Fleisch, Süsses, Fernsehen…) verzichtet wird dauert 40 Tage, wobei an den Sonntagen jeweils nicht gefastet werden muss. Hier gibt es zusätzliche konfessionelle Eigenheiten Auffällig war die unterschiedliche Verankerung im Bewusstsein der Glaubensvertreter/innen. Es wurde deutlich spürbar, wie sehr sich die Menschen in der schweizerisch-christlich geprägten Gesellschaft von den Fastenregeln emanzipiert haben. Diese werden v. a. als von oben verordnete Vorschriften verstanden. Im Gespräch mit den anderen Religionen wurde bewusst, dass mit der Emanzipation davon gleichzeitig das Wertvolle des Fastens für die eigene Spiritualität und das eigene Bewusstsein leider mit über Bord geworfen worden ist. Neben einigen Unterschieden in der Art, wie gefastet wird wurden nämlich wertvolle grundsätzliche Gemeinsamkeiten offenbar. Eine Rückbesinnung auf das rechte Mass auf allen Ebenen des Lebens der Einzelnen und der gemeinschaftliche Gedanke der Solidarität mit Benachteiligten steht bei allen vertretenen Religionen im Zentrum des Fastens. Der erste „Stammtisch der Religionen“ war eine spannende Begegnung und Entdeckungsreise. Es werden hoffentlich weitere folgen! Roman Ambühl
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