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Was Islam ist:

Die Bedeutung des arabischen Wortes Islam erklärt auch auf einfache Weise was Islam ist: Hingabe, Unterwerfung, Ehrerbietung und Frieden. Dabei ist interessanterweise festzustellen, dass die ersten 3 Bedeutungen den Einsatz des Menschen gegenüber seinem Herrn, und die letzte Bedeutung das daraus resultierende Ergebnis darstellt, nämlich Frieden. Frieden mit seinem Schöpfer, Frieden mit sich selbst, Frieden mit seinen Mitmenschen und Frieden mit seiner Umwelt und Natur. Ein einfaches aber effektives Mass der Hingabe und Ehrerbietung Gottes ist daher die Beurteilung der erwähnten Friedenszustände im Menschen. Befindet sich ein Mensch im Unfrieden mit sich, seinem Schöpfer oder seiner Umwelt, so stimmt im Grunde etwas mit seiner Hingabe nicht.

Der Islam eine Lebensweise. Es verfolgt das Ziel, die Menschen auf der Erde und im ewigen Jenseits zum Glück und zur inneren Ruhe zu führen. Der Islam hat zu allen Lebenslagen der Menschen Problemlösungen angeboten, welche durch die Allwissenheit und Allmacht des Schöpfers formuliert worden sind.

Der Islam ist eine monotheistischer, Eingottglaube. Im Koran wird Allah wie folgt beschrieben: Sprich: "Er ist Allah, ein Einziger , Allah, der Absolute (Ewige Unabhängige, von Dem alles abhängt). Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden, und Ihm ebenbürtig ist keiner."


 

Wer ist Muslim ?

Die Bezeichnung „Muslim“ bzw. “Muslima” für eine(n) Anhänger/Anhängerin des Islam ist ein arabisches Partizip mit der Bedeutung, derjenige/diejenige, der/die sich Gott hingibt“ bzw. sich „zum Islam bekennt“. Deshalb ist auch die Bezeichnung, Mohammedaner(in)“ falsch. Denn wir vergöttlichen nicht Muhammed, Friede und Segen auf Ihm, sondern nur den einen und einzigen Gott, welcher den arabischen Namen Allah (= der eine einzige Gott) trägt.

Was bedeutet dabei Hingabe/Unterwerfung? Wie kann der Mensch, der von seiner Erschaffung her (!) immer der Freiheit strebt, sich einem Schöpfer unterwerfen? Dies scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein. Die Erklärung ist ganz einfach: Die absolute Freiheit würde bedeuten, dass man tun und lassen kann was man möchte und wie man es möchte. Das man völlig unabhängig von Allem ist. Aber genau diese Eigenschaft zeichnet einen Schöpfer und nicht ein Geschöpf aus! Diese Eigenschaft hat sich Allah, der Erhabene, nur sich selber vorbehalten. Aber wir, wir sind abhängig und bedürftig, und zwar von IHM. Wenn also der Mensch nach Freiheit strebt, so ist stets darauf zu achten, dass damit, die uns von Gott gegebene, relative Freiheit gemeint ist. Und wenn Allah nun bestimmt hat, dass wir nur durch Verehrung und Hingabe an den einen, einzigen Gott wirklich frei und im Gleichgewicht sind, dann ist klar, wie durch Hingabe Freiheit erlangt werden kann. Die Loslösung und Abkehr von allen einengenden und fesselnden Götzen oder götzengleichen Dingen, hin zur demütigen und freiwilligen Unterwerfung in den Willen des einen, einzigen Gottes.

Wer glaubt, er könne durch Ablehnung dieser gottgewollten Hingabe seine absolute oder relative Freiheit erreichen, betrügt sich nur selber. Zum Beweis genügt die Erkenntnis, dass er spätestens in den letzten Stunden oder Minuten seines Lebens, sich IHM ergeben, und in Demut und Hilflosigkeit um sein Leben flehen wird.

“Sprich: Was denkt ihr? Wenn die Strafe Allahs über euch kommt oder die Stunde (Tod) euch ereilt, werdet ihr dann zu einem anderen rufen als zu Allah (dem einen, einzigen Gott), wenn ihr wahrhaftig seid?" (Kuran, 6:40)

Doch dies wird dann zu spät sein, den der Witz des Lebens besteht gerade darin, rechtzeitig zu erkennen wer ER ist, und wer wir eigentlich sind und ob wir Muslime, sprich: sich dem einen, einzigen Gott unterwerfende, werden oder auch nicht.


Wie wird man Muslim bzw. Muslima? Praktische Anleitung:

Muslim bzw. Muslima zu werden beinhaltet 2 Sichten. Die erste Sicht ist die im Angesicht Gottes. Die zweite ist die Sicht vor den Mitmenschen. Vor Allah wird man zum Muslim(a), indem man das Bekenntnis des Islams mit dem Herzen bezeugt. Sie heisst im arabischen Schahadah, und lautet:

Ich bezeuge, dass es keine Götter (Gottheiten, gottgleiche oder gottähnliche Dinge oder Personen) gibt, ausser den einen, einzigen Gott (= Allah) und ich bezeuge, dass Muhammad sein Diener und Gesandter ist.

Vor den Mitmenschen wird man zum Muslim(a), indem man die Schahadah mit dem Herzen und der Zunge bezeugt. Erst dann gilt man unter den Muslimen, als Muslim bzw. als Muslima. Diese Bezeugung wird vor 2 Muslimen oder einer Gruppe von Muslimen abgelegt. Am einfachsten ist es, wenn dies in der Moschee stattfindet, da vorher Fragen geklärt oder Hilfestellungen zu diesem bedeutenden aber befreienden Schritt gegeben werden können.