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 | Fokolar Bewegung 2009 |
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01.02.2009 Pazar günü Fokolar Zentrumun düzenlemis oldugu "Barmherzigkeit und Liebe" konulu Hiristiyanlar ve Müslümanlar arasi bulusma programi yapildi. Programa Camiimiz Din Görevlisi Ali CETIN Dernek Baskanimiz Nihat MELETLIOGLU ve Dilaver CICEK, Ayhan KÖKDEN, Ahmet EROL katildi. Din Görevlimiz Ali CETIN asagidaki metni arzetti.
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Interreligiöses Treffen Fokolarzentrum Baar 01.02.09
Barmherzigkeit und Liebe
Der Moslem kann mit zwei Sätzen umschrieben werden: Erstens Glauben und Ausführen der Gebote von Gott. Zweitens Erbarmen gegenüber allen Lebewesen auf der Erde. Der Islam ist eine Religion der Barmherzigkeit. Den Sinn der Sendung vom Prophet Muhammed (sav) erwähnt Gott im Koran wie folgt: „Oh mein Prophet! Wir haben dich wahrlich als Barmherzigkeit für alle Welten geschickt.“
Der Prophet Muhammed hat dies vorgelebt. In einer Hadith, ein Ausspruch des Propheten Mohammed, sagte er: „Zeigt Erbarmen und Zuneigung zu anderen, damit ihr Anspruch auf Erbarmen vom Himmel habt.“
Die Liebe, das Erbarmen und das gegenseitige Schützen der Gläubigen untereinander ist eine Pflicht in unserer Religion. In einer anderen Hadith steht: „Eine Frau wurde wegen einer Katze bestraft, weil sie sie solange einsperrte, bis sie verhungerte. Ihr wurde vorgehalten: »Du hast ihr weder Nahrung noch etwas zu trinken gegeben, als du sie einsperrtest, noch ließest du sie laufen, damit sie sich von den Tierchen der Erde hätte ernähren können.
Weiter wird folgende Hadith überliefert: „ Ein fast verdursteter Mann findet in der Wüste einen Wasserloch. Er klettert runter und trinkt. Als er raufsteigt, sieht er einen Hund der vor Durst die Zunge draussen hat und den Sand leckt. Er hat erbarmen und steigt noch einmal runter und holt für ihn Wasser. Diese Barmherzigkeit gefällt Gott und der Mann wird mit dem Paradies belohnt.“
Die Religion des Moslems ist eine Religion der Barmherzigkeit. Ein Moslem der im Herzen kein Erbarmen hat, ist kein richtiger Moslem. Deshalb sagen unsere Vorväter: „Barmherzigkeit kommt vom Glauben.“
Durch Besuche von Spitälern, psychiatrische Anstalten, von schwer kranken Kindern, Gefängnissen, ja sogar Gräbern sollen die Kinder und Jugendlichen zur Barmherzigkeit erzogen werden. Nur wenn wir mit dem Tode konfrontiert werden, kann die Gier, der Ehrgeiz und die Wünsche kontrolliert werden, wir lernen zu erbarmen.
Mit einem Vers von Mevlana Celaleddin Rumi, einer der bekanntesten persischen und islamischen Mystiker, der im 13. Jahrhundert gelebt hat, möchte ich hier den Text beenden. Er schrieb: „Wie Regen, der Leben schenkt, die Sonne, die alles erhellt, bescheiden wie die Erde, alles teilend sollst du sein.“
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